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Eichen- prozessions- spinner

​Vorsicht Eichenprozessionsspinner

(La Processionnaire du chêne)


 

Der Eichenprozessionsspinner (La Processionnaire du chêne) ist ein Nachtschmetterling, welcher zurzeit vor allem im Süden, entlang der Mosel und im Zentrum anzutreffen ist. Aber auch auf der Höhe von Diekirch wurden bereits Nester gemeldet.

Im Wald spielt der Eichenprozessionsspinner bis dato keine waldschutzrelevante Rolle. Jedoch kann die öffentliche Gesundheit, vor allem in Siedlungsgebieten, in Parks und an Schulen, gefährdet sein. Die Larven des Eichenprozessionsspinners bilden ab dem 3. Larvenstadium Brennhaare, welche durch ein hochallergenes Protein (Thaumetopoein) gefährlich werden können. Der Kontakt dieser Haare mit dem Menschen oder Tieren kann zu starkem Juckreiz und Reizungen der Atemwege oder Augen führen. Die Anzahl der Brennhaare nimmt bei jedem Larvenstadium zu. Die Brennhaare der Raupen fallen leicht ab und ihre Ausbreitung kann auch per Luft erfolgen. Somit ist nicht nur der direkte Kontakt mit der Raupe und deren Gespinsten gefährlich.


 

Vorgehensweise bei Befall mit Eichenprozessionsspinner:

 

  • Abklären, ob es sich wirklich um den Eichenprozessionsspinner handelt;
  • Bei Bäumen (Eichen!) innerhalb einer Ortschaft, an einem viel begangenen Weg oder an einem Radweg: Den Grundstückseigentümer auffordern die befallenen Bäume mit einem Warnschild zu kennzeichnen und bestenfalls abzusperren sofern diese für Menschen eine Gefahr darstellen könnten. Dies bis zur Beseitigung der Nester;
  • Sollte eine Gefahr entlang von viel frequentierten Bereichen (Schule, Bushaltestelle) oder viel befahrenen / begangenen Wegen (Fahrradwege, Bürgersteige) ausgehen, ist die Entfernung der Nester anzuraten. bis zur Entfernung sollten diese Stellen ausgeschildert, gesperrt und umgeleitet werden;
  • Für den Fall, dass ein Waldgebiet stark betroffen ist, sollte der Eigentümer ein Warnschild entlang der Wege aufhängen. Sollte es nicht möglich sein die Nester zu entfernen, und von diesen eine erhebliche gesundheitliche Gefahr ausgehen, ist es sinnvoll den Wald zu sperren. Eine Sperrung sollte in dem Fall bis mindestens Oktober / November aufrecht gehalten werden, da ab diesem Zeitpunkt in der Regel von einer verminderten Gefahr auszugehen ist;
  • Faltblätter zwecks Information an besorgte Personen austeilen (auch online verfügbar).

 

Der Grundstückseigentümer muss für Kosten der eventuellen Beseitigung der Nester aufkommen.

Es ist wichtig anzumerken, dass ein Gebiet auch nach Entahme der Nester nie 100% frei von Brennhaaren ist.

 

Beratung und Verhaltensregeln

 

Die betroffenen Personen sollten über die möglichen Gefahren aufgeklärt werden und dazu aufgefordert werden, die Raupen sowie die Gespinste / Nester unter keinen Umständen anzufassen. Bei Kontakt mit den Brennhaaaren ist es angeraten ein Duschbad zu nehmen und die Kleidung zu waschen. Bei stärkeren Reaktionen sollte ein Arzt aufgesucht werden.


 Das verfügbare Faltblatt enthält weitere Informationen (erhältlich auf Deutsch und Französisch):

eichenprozessionsspinner deutsch.pdf

processionnaire de chene.pdf

 

Im Falle einer Entfernung der Nester ist auf jeden Fall anzuraten, dies durch geschulte Facharbeiter durchführen zu lassen. Die Abteilung für Wald der Naturverwaltung kann bei Bedard einige Firmen nennen, die fachgerecht Eichenprozessionsspinner entfernen. Es ist anzumerken, dass nur eine mechanische Entfernung durch Absaugen, Verbrennen oder Einsammeln in diesem Stadium hilfreich ist! Eine Behandlung mit Insektiziden ist ab der Ausbildung der Brennhaaare nutzlos.

 

 

Für weitere Informationen und Hilfe bei der Bestimmung des Eichenprozessionsspinners kann sich an die Naturverwaltung (Tel.: 40 22 01 542) und für gesundheitliche Fragen an die Direktion für Gesundheitswesen (Tel.: 247 - 85650) gewendet werden.